Grüne Kreisräte unterstützten 3. CSD in Bautzen

Kreisräte Gerd Bayer (links) und Rainer Moritz (rechts) beim CSD in Bautzen
Gerd Bayer, Jonas Löschau, Rainer Moritz (v.l.n.r.) während der Demonstration anlässlich des 3. CSD in Bautzen. Foto: Robert Schiffmann

Der 3. CSD (Christopher Street Day) fand am 10. August in Bautzen statt mit dem Motto: „Die Würde des Menschen ist unantastbar - auch in Bautzen“. Der letztjährige CSD hatte überregional für Aufsehen gesorgt, da Rechtsextremisten bundesweit zu einer Gegendemonstration aufgerufen hatten. Letztlich standen dann den rund 1.000 CSD-Teilnehmenden an die 700 Rechtsextremisten gegenüber. Aggressionen und Gewalt der Rechtsextremisten gegen CSD-Teilnehmende führte letztes Jahr zu einem vorzeitigen Abbruch des CSD.

Wegen dieser Erfahrungen war die Anspannung der CSD-Organisatoren und der Sicherheitsbehörden vor dem diesjährigen CSD hoch. Eine sichere Durchführung hatte höchste Priorität und wurde in diesem Jahr durch eine massive Polizeipräsenz gewährleistet. Davon überzeugte sich während der Veranstaltung auch der sächsische Innenminister Armin Schuster (CDU).

Eine kleine Delegation von Kreistagsmitgliedern von Bündnis 90/'Die Grünen des Main-Tauber-Kreises reiste in den Partnerlandkreis, um mit ihrer Teilnahme den dortigen CSD moralisch zu unterstützen. Das dabei mitgeführte Banner des CSD Taubertal zeigte die Solidarität großflächig. Der Initiator und Kundgebungsleiter Jonas Löschau dankte den Kreisräten Rainer Moritz und Gerd Bayer für ihren Besuch und betonte, wie wichtig eine derartige Solidarität ist.

In Bautzen haben queere Personen zunehmend mit Diskriminierung und gar blankem Hass zu kämpfen. Der friedliche fünfstündige Demozug mit 3.400 Teilnehmenden führte durch Bautzen und fand seinen Höhepunkt im Zentrum am Kornmarkt. Dort sprachen unter anderem der Oberbürgermeister, Karsten Vogt (CDU), und die Queerbeauftragte der Bundesregierung, Sophie Koch (SPD). Die erneut angekündigte Gegendemonstration bestand in diesem Jahr aus 450 wieder gewaltbereiten Rechtsextremisten die, mit dem durch die Polizei gewährleisteten Sicherheitsabstand, dem Demonstrationszug folgten.

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